Partner / Unterstützer

Partner, Helfer, Unterstützer – Sommerlochfestival 2017

Danke an alle Helfer.innen, die Stadt Braunschweig und die Polizei, Gruppen und Vereine, die das Festival aktiv und kreativ mitgestalten, an Heiko Wilk und seine Jungs, an unsere Familien, Freund.innen für ihre Geduld mit uns, an alle Sommerlochfestival-Organisator.innen vor uns und an alle nach uns: Wir freuen uns auf euch!

Wir danken unserem Hauptsponsor, der Volkswagen Financial Services AG, für ihr großes persönliches und das finanzielle Engagement sowie das Vertrauen in unsere ehrenamtliche Arbeit.

Unser besonderer Dank gilt in diesem Jahr dem Queeren Netzwerk Niedersachsen (QNN) und der „Kampagne für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen“ gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Danke an die Hofbrauerei Wolters, Barefoot Wine und Buchbinder Autovermietung. Danke für die gute Kooperation an das Stadtmarketing Braunschweig, Land Niedersachsen, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB), SVeN – Schwule Vielfalt erregt Niedersachsen, SeBra Automobile, C1 Cinema, penta hotel Braunschweig, FOURSIDE Hotel Braunschweig, CSD Nord e. V., Braunschweiger AIDSHilfe e. V..

Das Sommerlochfestival

Das Sommerlochfestival | CSD Braunschweig ist Braunschweigs lesbischer, schwuler, bisexueller und transgender, -sexueller (les.bi.schwul.trans*) Politikevent mit kultureller Note.

Seit 1996 findet das Sommerlochfestival | CSD Braunschweig in der Stadt Braunschweig und der Region statt. Anfangs als eintägiges Straßenfest am Rande der Innenstadt (Platz hinter der Martinikirche) ausgerichtet ist das Sommerlochfestival | CSD Braunschweig heute das größte les.bi.schwul.trans* Politikevent zwischen Hamburg, Berlin und Köln.

Das Sommerlochfestival | CSD Braunschweig umfasst heute ein zweiwöchiges Rahmenprogramm aus vielfältigen politischen, informativen und kulturellen Veranstaltungen in und um Braunschweig, eine Demonstration (CSD Parade) durch die Braunschweiger Innenstadt und die zweitägige Kundgebung im Herzen der Stadt sowie eine offizielle Sommerlochfestival- Abschluss- Party.

Die Ziele des Sommerlochfestival | CSD Braunschweig sind: die Integration lesbischer, schwuler, bisexueller, transgender und transsexueller Mitbürger.innen in der Region zu stärken, gegen Diskriminierung und für die gesellschaftliche und politische Gleichstellung sowie Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen zu demonstrieren und les.bi.trans.schwuler Kultur und Kunst einen Raum zu geben.

Ein ehrenamtliches Team organisiert und gestaltet dabei jedes Jahr aufs Neue Braunschweigs besonderen Politikevent mit kultureller Note.

Veranstalter des Sommerlochfestival | CSD Braunschweig ist der Verein für sexuelle Emanzipation e. V. (VSE).

Geschichte

Ursprung der heutigen Christopher Street Day (CSD) Straßenfeste, Kundgebungen und Demonstrationsparaden weltweit ist der erstmalige (bekannte) Widerstand gegen Diskriminierung und polizeiliche Willkür von Homosexuellen und Transgender Ende Juni 1969 in New York. In den USA der 1960iger Jahre
(ebenso wie in vielen anderen Ländern) waren Homosexuelle und Transgender alltäglichen Repressalien durch die Gesellschaft wie Diskriminierung und Gewalt sowie Übergriffen und Verhaftungen durch die Polizei ausgesetzt. In der Nacht vom 27. Juni 1969 kam es in der New Yorker Bar „Stonewall Inn“, einem Treffpunkt für Homosexuelle und Transgender unterschiedlicher Ethnizitäten, in der Christopher Street zum wiederholten Mal zu einer Polizeirazzia. Erstmals setzten sich dabei Homosexuelle und Transgender zur Wehr.

Aus diesen Straßenkämpfen mit der Polizei, die mit Verletzten und Verhaftungen
endete, entstand ein neues Selbstbewusstsein Homosexueller und Transgender. In vielen Städten der Welt finden heute, rund um den Jahrestag der Stonewall Unruhen, les.bi.trans.schwule Straßenfeste, Kundgebungen und Demonstrationen gegen Diskriminierung und Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität und für die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen statt.

Das Sommerlochfestival ist der Christopher Street Day in Braunschweig.
Erstmals 1996 als eintägiges Straßenfest am Rande der Innenstadt auf dem „Platz hinter der Martinikirche“ ausgerichtet wuchs das Festival im Laufe der Jahre. 1999 startete der erster CSD Demonstrationszug (CSD Parade) durch Braunschweigs Innenstadt, 2003 demonstrierten Lesben, Schwule, bisexuelle und Trans* Menschen erstmals zweitägig und in der Mitte Braunschweigs, auf dem Burgplatz und seit 2004 begleitet ein zweiwöchiges Rahmenprogramm das heute größte les.bi.schwul.trans* Politikevent zwischen Hamburg, Berlin und Köln.

Weiterlesen:

Ausgewählte Daten und Fakten zur Geschichte des Sommerlochfestival | CSD Braunschweig
Programme der letzten Jahre

VSE – Der Veranstalter

Der VSE e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele und wird vom Finanzamt Braunschweig als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt (V76-243).

Ziele sind u. a. der Abbau von Diskriminierungen durch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und die Stärkung der schwul-lesbisch-bi-transsexuellen Szene durch zahlreiche und vielfältige Veranstaltungen.

Verein für sexuelle Emanzipation e.V.
Echterntraße 9, 38100 Braunschweig

Kontakt:
Telefon: (05 31) 2 80 96 36
Telefax: (05 31) 61 51 57 58
E-Mail des Festivals: info(at)sommerloch-bs.de
Webseite: http://www.vsebs.de

Kontoverbindung:
Bank: Volksbank Braunschweig-Wolfsburg
IBAN: DE73 2699 1066 6080 5450 00
BIC: GENODEF1WOB

Gemeinsame Forderungen des CSD Nord e.V.

Anlässlich der Christopher-Street-Day-Saison im Norden 2015 haben die CSD-Organisator.innen aus Aurich, Braunschweig, Cloppenburg, Greifswald, Hamburg, Hannover, Kiel, Lübeck, Magdeburg, Neumünster, Oldenburg, Rostock und Schwerin gemeinsam folgende politische Forderungen formuliert:

1 Förderung von Vielfalt, Kampf gegen Homophobie und Transphobie

Homophobie und Transphobie sind trotz aller gesellschaftlichen Fortschritte weiterhin ein Problem in unserer Gesellschaft, dessen Bekämpfung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Initiativen hierzu auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene müssen in Gang gesetzt, fortgeführt und auch in Zukunft finanziell angemessen ausgestattet werden. Aber nicht nur der Staat, sondern alle gesellschaftlichen Institutionen – Stiftungen, Unternehmen, Schulen, Medien, Verbände usw. – müssen sich daran beteiligen und die Akzeptanz aktiv fördern.Insbesondere junge Homosexuelle brauchen während der nach wie vor schwierigen Phase des Coming-outs Unterstützung durch öffentliche Einrichtungen. Diese Vereine, Institutionen und Träger benötigen eine solide finanzielle Grundlage, um ihre Aufgaben in vollem Umfang erfüllen zu können.So genannte „Hassdelikte“ müssen strafrechtlich verfolgt werden und weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie sowie diffamierender Darstellungen / Äuße-rungen ergriffen werden. Ein nationaler Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie soll mit konkreten Maßnahmen bestehenden Diskriminierungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTTI) konsequent ent-gegentreten sowie für Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt werben.

2 Akzeptanzförderung durch Bildung

Der Diskriminierung von LSBTTI innerhalb der Gesellschaft muss durch eine aktive Aufklärungs- und Bildungspolitik entgegengewirkt werden. Vor allem den Schulen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Informationen über LSBTTI sind fächerübergreifend und altersgerecht in Lehrpläne, Unterrichtsmaterialien, Schulbücher und in die (sozial-)päda-gogischen Aus- und Fortbildungsrichtlinien aufzunehmen, um deren Akzeptanz zu fördern.

Diese Aufklärungsarbeit in Bezug auf LSBTTI ist gerade deshalb so wichtig, um der auf den Schulhöfen immer noch weit verbreiteten Homophobie Einhalt zu gebieten. Gerade hier muss antihomosexuellen Äußerungen deutlich widersprochen, damit die Ablehnung nicht in den Alltag übergreift und dort in gewalttätigen Handlungen eskaliert.

3 Ergänzung des Gleichheitsartikels des Grundgesetzes um das Merkmal „sexuelle Identität“

Das Grundgesetz sagt in Artikel 3 aus, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Zudem darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Dieser Diskriminie-rungsschutz ist wesentlicher Bestandteil des Grundrechtekatalogs des Grundgesetzes, aber: Lesben und Schwule kommen nicht vor. Das Grundgesetz schützt Homosexuelle also im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Minderheiten nicht explizit vor Diskriminierung. Wir fordern die Einbeziehung der „sexuellen Identität“ in den Artikel 3, da nur so eine volle recht-liche Gleichstellung von LSBTTI erreicht werden kann.

4 Ehe für alle

Immer mehr Staaten öffnen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Deutschland wird in Sachen Gleichstellung zum Entwicklungsland. Mit der „Ehe für alle“ wird zum Ausdruck gebracht, dass für lesbische Bürgerinnen und schwule Bürger real wie symbolisch kein minderes Recht gelten darf. Die eingetragene Lebenspartnerschaft war eine Übergangs-regelung von der Rechtslosigkeit bis zur vollständigen Gleichstellung. Nun muss die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) folgen. Damit würden alle noch bestehenden rechtlichen Ungleichbehandlungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften beseitigt.

5 Volle Anerkennung von Regenbogenfamilien – auch im Adoptionsrecht

 Das Bundesverfassungsgericht hat in zahlreichen Entscheidungen deutlich gemacht, dass die Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften verfassungswidrig ist. Das gilt auch für das Adoptionsrecht: „Unterschiede zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartner-schaft, welche die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen könn-ten, bestehen nicht; insbesondere sind beide Partnerschaften gleichermaßen auf Dauer an-gelegt und rechtlich verfestigt“, heißt es in der Entscheidung zur Sukzessivadoption. Regen-bogenfamilien dürfen nicht Familien zweiter Klasse sein. Das Verbot einer gemeinschaft-lichen Adoption durch Lebenspartner ist abzuschaffen!

6 Rehabilitation und Entschädigung nach 1945  wegen einvernehmlicher homosexueller  Handlungen Verurteilter

Nach 1945 wurden in beiden deutschen Staaten Männer wegen einvernehmlicher homo-sexueller Handlungen verurteilt. In der Bundesrepublik Deutschland gab es zwischen 1945 und 1969 ca. 50.000 Verurteilungen wegen „widernatürlicher Unzucht“ zwischen Männern nach § 175 StGB. Die Menschenrechtsverletzungen an Homosexuellen nach 1945 in beiden deutschen Staaten sind bis heute nicht aufgearbeitet. Deshalb fordern wir eine Aufhebung der nach 1945 aufgrund einvernehmlicher homosexueller Handlungen ergangenen Urteile wegen § 175 StGB bzw. § 151 StGB der DDR und eine Entschädigung der Betroffenen.

7 LSBTTI-Rechte sind Menschenrechte!

Nach wie vor werden in vielen Staaten LSBTTI staatlich verfolgt und diskriminiert. Das Spek-trum reicht von Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit wie in Russland, über mehrjährige bis lebenslängliche Gefängnisstrafen z.B. in Uganda bis hin zur Todes-strafe wie im Iran. Die Menschenrechte schließen das Recht auf freie Entfaltung der sexuellen Orientierung ein. Niemand darf deswegen diskriminiert, verfolgt oder angegriffen werden. Wir fordern daher die Europäische Kommission, die Bundesregierung und die Landesregierungen eindringlich auf, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Einhaltung der Menschenrechte zu bestehen. Homophobe und transphobe Gesetze einzelner Staaten müssen auf internationalen Widerstand stoßen. Deutschland muss im Umgang mit Ländern, in denen Homosexualität unter Strafe – manchmal sogar unter Todesstrafe – eine klare Position beziehen. Menschenrechte sind unteilbar!

Für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Identität in ihren Herkunftsländern Verfolgungen ausgesetzt sind, fordern wir ein unbürokratisches Aufenthaltsrecht innerhalb Deutschlands.

8 Aufhebung des Blutspendeverbots für schwule und bisexuelle Männer

In Deutschland sind Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben, strikt von Blutspenden ausgeschlossen. Das ist diskriminierend! Nicht die sexuelle Orientierung sondern der jeweilige Lebensstil der Spender bestimmt die Sicherheit einer Blutspende. Wir fordern daher, dass es nicht von der sexuellen Orientierung abhängen darf, ob ein Spender infrage kommt, sondern vom individuellen Risikoverhalten. Die bestehende Regelung, wonach schwule und bisexuelle Männer grundsätzlich von einer lebensrettenden Blutspende ausge-schlossen werden, muss aufgehoben werden.

9 Gesellschaftliche Teilhabe HIV-positiver Menschen

Chronische Erkrankungen dürfen nicht zu Ausgrenzung und Armut führen, Beschränkungen am Arbeitsmarkt, im kulturellen und sozialen Leben müssen abgebaut werden. Sexuell über-tragbare Krankheiten dürfen Menschen nicht in eine Isolation treiben. Im Rahmen öffentlich-keitswirksamer Kampagnen auf Landes- und Bundesebene muss intensive Aufklärungsarbeit zur Entstigmatisierung von HIV-positiven Menschen umgesetzt werden.

Die Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfen muss verstärkt unterstützt werden. Insbesondere ist eine Finanzausstattung zu gewährleisten, welche ihre Arbeits- und Hand-lungsfähigkeit sicherstellt.

10 Berücksichtigung von LSBTTI bei der Besetzung der Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Die Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen die Offenheit des Zu-gangs zum Programm für verschiedene gesellschaftlich relevante Gruppen gewährleisten sowie im Hinblick auf die Programmgestaltung beraten. In den Rundfunkräten von NDR und MDR sowie im ZDF-Fernsehrat spiegelt sich die Bandbreite des gesellschaftlichen Lebens: Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport, Kirchen, Migranten und viele Organisationen entsenden ihre Mitglieder in diese Gremien. Hier müssen auch die Belange von LSBTTI angemessen be-rücksichtigt werden. Wir fordern die Berücksichtigung der LGBTI-Community bei der Beset-zung der Rundfunkräte und des ZDF-Fernsehrates.

Gleiches gilt für die vergleichbaren Organe der Landesmedienanstalten, die für den privaten Rundfunk zuständig sind.

Gemeinsam geht es besser − CSD Nord e.V.

Im Jahr 2001 trafen sich erstmals die CSD-Organisatoren.innen aus Hamburg, Hannover, Oldenburg, Braunschweig, Lübeck, Kiel, Rostock und Bad Segeberg zu einem Erfahrungsaustausch. Es entstand die CSD Nord Kooperation als solidarischer Zusammenschluss verschiedener CSD-Organisatoren.innen aus dem Norden.

Als weitere Aufgaben kamen die tatkräftige im Organisationsbereich und der Aufbau einer gemeinsamen, überregionalen Öffentlichkeitsarbeit hinzu. 2009 wurde aus der Kooperation ein eingetragener Verein,, der CSD Nord e.V., dem mittlerweile 13 CDSs aus dem Norden Deutschlands angehören. Alles Wissenswerte zu den Aktivitäten des Vereins und seiner Mitglieder hält die Internetseite des CSD Nord e.V. bereit.